Documentaries and reports "Unsere Geschichte ↦ Meine Kindheit in Mecklenburg-Vorpommern"
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Unsere Geschichte ↦ Meine Kindheit in Mecklenburg-Vorpommern
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Eine endlose Ostseeküste, Wälder, sanfte Hügel und ganz viel frische Luft: Wer sich an seine Kindheit in Mecklenburg-Vorpommern erinnert, hat die paradiesische Naturschönheit der Region kennengelernt. Das gilt auch für die Zeit, als die Gegend noch zur DDR gehörte und in die drei Bezirke Schwerin, Rostock und Neubrandenburg aufgeteilt war. So unbeschwert die Kindheit in den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren war, so sehr drängte sich immer wieder der Staat in den Vordergrund: alles musste organisiert und reglementiert werden, auch das Leben der Kinder. Die einen waren begeistert, die anderen machten eher widerwillig mit. Doch Kinder lassen sich nicht einsperren. Sie finden ihre Wege. Wie zum Beispiel Frank Ewert, der in den 1970er-Jahren auf der Insel Poel aufgewachsen ist. Draußen unterwegs zu sein, den Kopf im Seewind, das war für ihn und seinen Zwillingsbruder das Größte. Mit den Fahrrädern erkundeten sie die 36 Quadratkilometer große Insel im Nordwesten der DDR, heckten allerlei Streiche aus, zelteten auf Kuhweiden und gingen im Sommer ins Kino: "Winnetou" hieß ihr Held, so wollten sie auch sein. Die Nachmittage waren mit Veranstaltungen der Pioniere oder der FDJ belegt, was die Freizeit-Indianer eher lästig fanden. Nur einmal haben sie richtig Ärger bekommen. Im Unterrichtsfach Produktive Arbeit zerschnitten sie wahllos Gummischläuche. Schaden: 500 Mark. Da mussten die Jungen losziehen, um Altstoffe zu sammeln. Ganz anders Simone Hilbrecht aus Bützow. Sie lebte gern in der DDR, fand das Leben der Jungen Pioniere großartig. Auf die Probe gestellt wurde ihre Begeisterung 1986, als im weißrussischen Tschernobyl ein Reaktor explodierte. Inspiriert von der schönen Natur ihrer Umgebung und in der Überzeugung, Polizei und Armee würden die radioaktive Wolke von ihrer Heimat fernhalten, schrieb sie ein Friedensgedicht und wurde dafür ausgezeichnet. Ein solches Leben in Harmonie war Peter Wawerzinek nicht vergönnt.