Documentaries and reports "Wahl in Sachsen-Anhalt ↦ aus dem ZDF-Wahlstudio in Magdeburg (2026)"
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Wahl in Sachsen-Anhalt ↦ aus dem ZDF-Wahlstudio in Magdeburg (2026)
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Wird die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zur historischen Zäsur? Erstmals könnte die AfD am 6. September 2026 die absolute Mehrheit erreichen. Verfehlt sie die, droht eine schwierige Regierungsbildung. Scheitert die AfD mit ihrem Plan einer Alleinregierung, steht CDU-Regierungschef Sven Schulze vor einem Dilemma. Von AfD und Linken will er sich nicht zum Ministerpräsidenten wählen lassen, mit den übrigen Parteien könnte es für eine Mehrheit knapp werden. Und dann? Dann, so Schulze, werde es "wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum erst mal keine Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt geben". Denn die Landesverfassung sieht für die Wahl keine Frist vor. Gelingt dagegen seinem Herausforderer Ulrich Siegmund von der AfD der Sieg, will der mit seiner Partei "dieses Land vom Kopf auf die Füße stellen." Schon vor fünf Jahren schien eine AfD-Mehrheit nicht ausgeschlossen. Damals schaffte es der langjährige Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU), auf den letzten Metern die politische Mitte hinter sich zu sammeln - die CDU wurde deutlich stärkste Kraft. Seinem Nachfolger Sven Schulze wird das voraussichtlich nicht glücken - zu groß ist der Abstand zu der in den Umfragen führenden AfD. Schulze ist jüngster Ministerpräsident Deutschlands und erst seit Ende Januar im Amt. Davor war er als Wirtschaftsminister Teil der Landesregierung unter Haseloff. Nur gut sieben Monate, um sich zu profilieren und einer breiten Bevölkerung bekannt zu machen - keine leichte Aufgabe. Schulze setzt auf Stabilität und Sachlichkeit, nicht auf Experimente und Lautstärke. Er will die Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen und Fachkräfte gewinnen. Außerdem die Schulen modernisieren, die Polizei aufstocken und die medizinische Versorgung verbessern. Sein Konkurrent Ulrich Siegmund von der AfD - ebenfalls nicht laut.