Dokus und Reportagen "Staatsgeheimnis RAF ↦ Terroristen in der DDR (2026)"
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Staatsgeheimnis RAF ↦ Terroristen in der DDR (2026)
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Die DDR gewährte in den 1980er Jahren zehn Top-Terroristen Unterschlupf. Die Staatssicherheit gab den RAF-Aussteigern eine neue Identität, ein neues Leben. Während blutige Attentate die Bundesrepublik erschütterten - und Ermittler fieberhaft nach der RAF fahndeten - versuchten die Aussteiger, in der DDR ein bürgerliches und unauffälliges Dasein zu führen. Der Film rollt diesen Cold Case neu auf. Ab Spätsommer 1980 gehen zehn junge Leute von West nach Ost, tauchen unter in der DDR. Im konspirativen "Objekt 74" des Ministeriums für Staatssicherheit bei Briesen werden sie zu DDR-Bürgern "ausgebildet". Sie erhalten gefälschte Papiere und neue Identitäten. Sie gehören zu den meistgesuchten Personen der Bundesrepublik Deutschland. Unter ihnen ist die damals 30-jährige Silke Maier-Witt, die seit 1977 Mitglied der Roten Armee Fraktion war, zur zweiten Generation der RAF zählte und zu den Entführern des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer gehörte. Silke Maier-Witt und einige andere RAF-Mitglieder wollten schließlich aussteigen, das Leben im Untergrund war gefährlich, das Morden brutal. Der aktive Teil der zweiten Generation kann mit den zögerlichen Zweiflern nichts anfangen, sie sind Ballast für die Bewegung. Man will sie loswerden, in irgendein sozialistisches Land. Über Kontakte zur Stasi landen sie schließlich - überraschend - in der DDR. Ein scheinbar sicherer Rückzugsort. Aus Silke Maier-Witt wird Angelika Gerlach, aus einer im Westen mit Steckbrief gesuchten Top-Terroristin wird im Osten eine unscheinbare Krankenschwester. Dass die DDR zehn RAFlern Unterschlupf und ein bürgerliches Leben im eigenen Land gewährt, ist ein Staatsgeheimnis. Ein Bekanntwerden der Stasi-RAF-Kollaboration hätte zu schweren innerdeutschen Verwerfungen geführt. Das kann sich die DDR nicht leisten, denn sie ist auf finanzielle Unterstützung aus Bonn angewiesen. Deshalb setzt die Stasi alles daran, dass die Ex-Terroristen im eigenen Land nicht auffliegen.