Magazine "ttt - titel thesen temperamente ↦ 2026-10-06 (2026)"
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ttt - titel thesen temperamente ↦ 2026-10-06 (2026)
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• "Ihr löscht das Feuer mit Benzin" - Wolf Biermanns unveröffentlichte Tagebücher • Helden oder Verräter? Die gefährliche Welt der Whistleblower • Die Zukunft klingt analog - Fink mit neuem Album auf Tour • Kunst auf Kommando - Was die NVA an der Kunst suchte "Ihr löscht das Feuer mit Benzin" - Wolf Biermanns unveröffentlichte Tagebücher Mit (fast) 90 dürfte er ein Star der diesjährigen Frankfurter Buchmesse werden. In den Kinos startet ein neuer Dokumentarfilm über ihn, und auch Konzerte mit alten und neuen, demnächst auf CD erscheinenden Liedern wird er geben: Wolf Biermann - Lyriker, Liedermacher, Freigeist und Freiheitskämpfer. Vor 50 Jahren, am 16. November 1976, setzte die DDR-Staatsführung den radikal poetischen Systemkritiker vor die Tür. Nach einem heute legendären Konzert in Köln durfte er nicht zurückkehren nach Berlin, in die Chausseestr. 131, seinen 12 Jahre lang rund um die Uhr von der Stasi überwachten Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Auf Biermanns Ausbürgerung folgte ein intellektueller Aderlass, der mit den Repressalien gegen weitere Kulturschaffende die DDR einherging. Jetzt erscheinen, herausgegeben von dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, Auszüge von Biermanns Tagebüchern der Jahre 1966 - 1976: "Ihr löscht das Feuer mit Benzin" ist auch die Selbstbefragung eines Künstlers, der nicht zuletzt sich selbst und seinen "Kindertraum vom Kommunismus" in Frage stellt. "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu", meint Wolf Biermann, plädiert weiter dafür, "im Streit mit der Welt nicht den Schwanz einzuziehen" und fragt, in einer zeitlosen Liedzeile: "Wann ist endlich Frieden in dieser irren Zeit?". "Ihr löscht das Feuer mit Benzin" erscheint am 7. Oktober. (Autor: Andreas Lueg) - Kunst auf Kommando - Was die NVA an der Kunst suchte "Meistert die Waffen, stürmt die Höhen der Kultur!" - Sturmangriff mit Pinsel und Palette? Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden eröffnet ab 9. Oktober eine Ausstellung "Kunst auf Kommando? Werke zur Nationalen Volksarmee der DDR". Schon der Umstand, dass die NVA sowohl Auftraggeber als auch Ankäufer von Kunstwerken war, ruft heute Verwunderung hervor.